Das Ebro-Delta

Mit 320 Km² eines der bedeutensten Naturschutzgebiete Europas.

Ende August / Anfang September: Die Reisernte ist in vollem Gange

An der Stelle Spaniens, an der der Ebro ins Mittelmeer mündet, befindet sich das sumpfige Ebro-Delta. Es stellt mit etwa 320 km² nach dem Nationalpark Coto de Doñana das zweitgrößte Feuchtgebiet Spaniens dar und ist nach dem Nildelta das zweitgrößte Delta im Mittelmeergebiet. 80 km² des Ebro-Deltas machen den eigentlichen Naturpark Delta de l'Ebre aus.

Das Ebro-Delta gilt als das fruchtbarste Gebiet Spaniens. Der überwiegende Teil wird landwirtschaftlich genutzt, dominierend sind Reis- und Gemüseanbau - das Delta hat einen wunderschönen Naturpark mit zahlreichen Wasservögeln. Große Flächen wurden unter Naturschutz gestellt und dienen der vielfältigen Vogelwelt des Deltas zur Jungtieraufzucht. Viele unserer heimischen Zugvögel schlagen hier ihr Winterquartier auf. Andere legen zur Stärkung hier eine Pause für den weiteren Weg zu ihren Winterquartieren an den afrikanischen Salzseen ein.

Im Süden der Provinz Tarragona gelegen, gehört das Delta zu Katalonien (spanisch Cataluña, katalanisch Catalunya) und ist Bestandteil der Costa Daurada (katalanisch; span. Costa Dorada; Goldene Küste), die sich über 216 km von von Vilanova i la Geltrú im Norden bis zum unmittelbar südlich des Ebrodeltas gelegenen Alcanar im Süden erstreckt.

Riesige Flächen des Deltas dienen dem Reisanbau

Der zentrale Zugang zum Ebro-Delta bildet die Stadt Amposta, die zugleich zusammen mit Deltebre Zentrum des hier vorherrschenden Reisanbaus ist. Die Küstenzonen bilden entweder Sanddünen oder mit Schilf und Röhricht umgebene Lagunen. Vor ungefähr 4.000 Jahren begann die Geschichte des Deltas, das seine Existenz der Landwirtschaft, genauer gesagt, dem Reisanbau verdankt. Durch die ständige Bewässerung der Reisfelder konnten sich demnach im Laufe der Jahre über Bewässerungskanäle Sedimente ablagern, die der Ebro aus dem Gebirge mit sich führte. Das gesamte Flußdelta ist ein artenreiches Vogelparadies mit verschiedenen Zugvögeln, Enten, Reihern, Blässhühnern und Flamingos. Etwa ein Drittel des Deltas ist als Naturpark (Parc Natural del Delta de l'Ebre) mit einer Gesamtfläche von 80 km² ausgewiesen.

Leidenschaftlichen Anglern bietet sich die Möglichkeit in paradiesischen Verhältnissen ihrem Hobby nachzugehen. Besonders bekannt ist der Ebro für das Fischen von Zandern, Barben, Welsen, Schwarzbarschen, Doraden und großen Aalen. Aber auch Badefans kommen hier voll auf ihre Kosten - zahlreiche große, feinsandige Strände laden zum Surfen und Schwimmen ein. Der lange Strand in Riomar, der sich von der Flussmündung in Richtung Norden bis zur Bucht von Fangar erstreckt, gehört mit zu den schönsten in Katalonien und verführt zu stundenlangen Spaziergängen. Für Kinder ist er mit seinem seicht in das Meer abfallenden Ufer ein idealer Tummelplatz.

Touristenattraktionen

Fiesta de Turismo in Riomar
Verschiedene Wochenenden im Juli / August, manchmal mit Paella und Getränken gratis.

Reispflanzfest in Deltebre
Volksfest mit Inszenierung, wie im Ebro-Delta Reis angepflanzt wurde

Fiesta Deltebre
10-tägiges Fest zu Ehren des Schutzpatrons von Deltebre. Mitte August mit täglicher Stierkampfbelustigung, sportlichen Veranstaltungen und Tanz bis in die frühen Morgenstunden.

Wochenmärkte
Dienstag in Amposta, Donnertag in Deltebre, Samstag in Sant Carles.